EgoGedankenObjektVerstandZukunft

Angst

Immer der gleiche Zweck! Alle denkbaren Erscheinungen als Objekte identifizieren, sodann zu bewerten, zuzuordnen und zu strukturieren. Zu nichts anderem ist der Verstand imstande. Wundervoll geeignet zur entspannten Durchführung von wichtigen Dingen des alltäglichen Lebens. Zweifellos. Ohne dieses konzeptuale Denken wären sicherlich komplexe Strukturen wie Kultur, Gemeinschaft und ähnliche Errungenschaften nicht möglich. Doch der Verstand ist zu emsig dabei ständig in die Zukunft oder Vergangenheit gerichtet zu denken. Statt einfach in der aktuellen Tätigkeit aufzugehen und mit Genuss zu wirken, schwenkt der Verstand immerzu in eine imaginäre Zukunft oder die nicht mehr existente Vergangenheit. Man währt sich in Gedanken nicht hier vor Ort, sondern woanders. Befürchtungen wie eventuelle erfolglose Taten oder etwaige Hindernisse sind es, die das Hirn zermartern. Die Furcht Termine nicht einhalten zu können, Furcht vor Krankheit, sozialem Abstieg oder Degradierung. Furcht nicht genügend Einkommen generieren zu können, Verlust des Arbeitsplatzes oder einem eventuell erfolglosem Geschäftsabschluss. Furcht vor dem Tod. Gedanken über die Zukunft, Erziehung, Bildung, Versorgung der Kinder. Kann ich die Wohnung noch zahlen, die Raten, die Versicherungsprämien, habe ich genug Geld für Lebensmittel übrig? Das Leben geht unter in wirr hin- und herschweifenden Gedankenexzessen: Die treibende Kraft dieser Gedankenspiele ist die Angst! Befürchtungen, Ängste, das zentrale und alles überstrahlende primäre Gefühl dieser menschlichen Denk-Wesen. Existenzangst und Überlebenstrieb gehen Hand in Hand.